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Soboro ist eine Art Reisgewürz bzw. eine würzige Reisauflage, ähnlich wie Furikake. Im Gegensatz zu Furikake ist Soboro aber deutlich feuchter. Es wird aus Hackfleisch, Fischflocken,  Eiern hergestellt. Es ist in Japan, Korea und anderen südasiatischen Ländern bekannt.

Foto: Hühner-Soboro-Don (1-lagige Box)

Huhn-Soboro wird aus Hackfleisch vom Huhn gemacht bzw. eignet sich auch anderes helle (mild schmeckende) Geflügelhackfleisch dazu. Das Soboro ist im Kühlschrank ca. 1 Woche haltbar.

Geflügel-Hackfleisch gibt es hier in Deutschland leider nicht fertig zu kaufen. Ich wollte das Rezept aber unbedingt mal ausprobieren. Ich habe daher das Fleisch von einem dicken Suppenhuhn durch den Fleischwolf getrieben (siehe auch  hier). Das war Handarbeit: Fleisch grob vom Knochen schneiden und dann Kurbel schwingen …  Mit einem elektrischen Zerkleinerer a la Moulinette geht das bestimmt leichter. Je größer das Huhn desto besser – größere Suppenhühner gibt es auf dem Markt, fragt mal am Eier-Stand.  Aus den verbleibenden Fleischknochen kann man übrigens noch gut Hühnerbrühe kochen. Ob man aus diesen Hungerhaken, die der Supermark als Suppenhuhn anbietet, vernünftige Mengen Fleisch kriegt? Keine Ahnung. Statt Hühnerfleisch kann man auch rotes Fleisch verwenden, muß aber deutlich kräftiger würzen.

Ich habe nach dem Rezept von No Recipes gekocht und geringfügig variiert (auf Anregung aus anderen Rezepten).

Rezept für Huhn-Soboro

(Rezept für 4 Portionen, Abkürzungen hier)

250 g Geflügel-Hackfleisch
1/2 – 1 TL Ingwer, frisch, gerieben
1/2 TL gehackter Knoblauch
1 TL Zucker
2 EL Mirin
1 – 1,5 EL Sojasauce
2 -  3 EL Austernsauce
1 TL neutrales Öl zum Braten

Eine Pfanne aufheizen (2 min) und das Öl darin breitstreichen. Knoblauch und Ingwer dazugeben und kurz durchrühren.  Temperatur hochschalten  und Hackfleisch dazugeben,  fleißig weiterrühren und Hackfleisch in Krumen brechen. In wenigen Minuten leicht hellbraun braten – nicht zu lang, sonst wird es trocken. Gewürze dazu, kurz durchrühren – nur so lange, daß die Flüssigkeit verdampft– und raus aus der Pfanne.

Nun kann das Soboro auf heißem Reis ausgebreitet werden, mit einer dünnen Schicht geschnittener Lauchzwiebeln darauf oder darunter. Ein Spiegelei, ein in Mikrowelle oder Herd halbfest gegartes Ei oder ein frittiertes Ei sind beliebte Ergänzungen quer durch Asien. In Japan wird Huhn-Soboro auch gern als dreifarbiges Soboro serviert:

  1. braun – das Fleisch
  2. gelb – Ei-Soboro (ähnlich Rührei, aber gesüßt und feinflockig)
  3. grün – Erbsen, Spinat, Edamame, Lauchzwiebelringe, Shiso, Schnittlauch…
    – als Abtrennung/Streifen zwischen halb Fleisch und halb Ei
    – als gleichrangiges Drittel zu Fleisch und Ei

Ein paar Streifen roter Sushi-Ingwer (Gari) peppen das noch mehr auf.

Simpel, schnell, preiswert und lecker.

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