Vergangenes Wochenende waren wir zu einer Familienfeier. Sonntag war Mittagessen beim Griechen angesagt. Nach einer oberleckeren, aber riesigen Vorspeisenplatte [mmmmmh...] wurde auf großen Platten der Beilagensalat gebracht – mir schwante schon Böses. Dann kam unser Essen: Lamm mit Auberginen, Okra, Kritharaki und Spaghetti mit Käse überbacken für 2 Personen … in einer gigantischen Auflaufform. Mein erster Gedanke war: Oh je, das ist doch für Vier. Und so war es dann auch. Obwohl das Essen wirklich ausgezeichnet war, mussten wir bei der Hälfte aufgeben. Nichts ging mehr, wie schade.
Soviel Essen zurückgehen zu lassen, widerspricht meinen Grundsätzen zum achtsamen Umgang mit Lebensmitteln, ganz besonders aber mit Fleisch. Wir haben uns daher die “Reste” einpacken lassen und am Montag zum Mittagessen zum Einsatz gebracht.
Es waren nochmals zwei große Portionen – 500 g pro Nase mit reichlich Fleisch, ohne Salat … [kopfschüttel]. In der Ikea-Dose ist der Lammbraten mit den Nudeln. Das wurde zum Mittag in der Mikrowelle heiß gemacht. Der Salat (Krautsalat, Gurke, Tomate, Zwiebel, Peperoni, Oliven und Fetakäse) war auch noch in guter Form und auch am Tag 2 wieder lecker. Hier seht Ihr meine Portion, die des Mannes war in der Früh schneller aus der Tür als ich den Fotoapparat holen konnte.
Aufwand: 5 min in der Früh zum Umpacken.

25. Januar 2013 at 08:21
Diese Riesenportionen (besonders bei Fleisch) nerven mich auch immer – letzte Woche waren wir in einer größeren Runde auch beim Griechen und die Fleisch-Gemüseplatte war so hoch belegt, dass wir gerade ein Drittel geschafft haben. (Die Platte war für jeweils 4 Personen ausgelegt, aber es waren 10 Fleischstücke aufgetürmt – und ich ess nicht einmal Fleisch.) Schrecklich, denn gerade beim Fleisch sollte man ja mitbedenken, dass dafür ein Tier sein Leben gelassen hat, und das, was wir nicht essen, wird einfach auf den Müll geworfen. Ob den Wirten solche Riesenportionen billiger kommen als einfach einmal etwas weniger zu kochen?
Dein Bento zeigt jedenfalls, wie man aus Essensresten noch etwas Gutes zaubern kann. Der griechische Salat sieht sehr gut aus!
Liebe Grüße
Nadja
25. Januar 2013 at 20:03
Das schlimmste scheint für die Wirte zu sein, dass mal jemand nicht pappsatt ist und dann hintenrum meckert, dass er bei _den_ Preisen nicht mal satt geworden wäre. Ich finde diese ewig zu großen Portionen auch deshalb blöd, weil ich eigentlich gern eine Vorspeise habe. Wenn man aber schon nach der Vorspeise abgesättigt ist … was soll das nur. Na, bald kann ich ja ungeniert Seniorenteller bestellen
23. April 2013 at 21:00
Ich lebe seid mittlerweile fast 2 Jahren in den USA und kenne das Problem überdimensionierter Portionen daher nur zu gut. Hier gehören die sogenannten “Doggy Bag’s” schon lange zum Standard und wir genieren uns mittlerweile längst nicht mehr die auch regelmäßig in Anspruch zu nehmen, vor allem dann wenn, wie du schon sagst, das Essen selbst wirklich gut ist. Wäre die reinste Verschwendung und für ein Bento taugt es meist wirklich gut wie dein Beispiel wunderbar zeigt. Freut mich, dass ich da nicht die Einzige zu sein scheine, die das so sieht.