Furoshiki sind quadratische Tücher verschiedener Größen, die in Japan traditionell zur Verpackung oder als Tragebeutel benutzt werden. Ursprünglich dienten sie zur Aufbewahrung der Kleider während des Besuchs im öffentlichen Bad, bis heute werden sie  für verschiedene Zwecke eingesetzt: als Geschenkverpackung, als Bucheinband, als Tasche. Hauptsächlich in Gebrauch ist das Furoshiki im Japan von heute aber für das Bento: als Verpackung, zum Transport,  als Platzdeckchen und Serviette.

Durch verschiedene Knotentechniken wird das Furoshiki der jeweiligen Anwendung angepaßt und ist so vielseitig und mehrfach verwendbar. Typische Größen sind von 45 cm x 45 cm bis 105 cm x 105 cm. Japanische Furoshiki sind häufig mit traditionellen oder Designer-Mustern bedruckt, die das Furoshiki zusammen mit der Knotentechnik zu einer kunstvollen Verpackung werden lassen.

Mehr Informationen und schöne Fotos von Furoshiki im Einsatz gibt es hier bei Wikipedia.

Zu vielen Bento-Boxen gibt es Furoshiki im passenden Design beim Händler. Aber eigentlich ist jedes leichte aber stabile Baumwoll- oder Kunstfasertuch geeignet, auch stärkere Seidentücher. Wichtig ist, daß die Stoffdicke so gewählt ist, daß die Knoten nicht zu sehr auftragen. Nickitücher und Kopftücher sind eine gute, auch bei uns verfügbare Alternative. Diese gute Idee hatte 365bento, dort wird ein Nickituch-Furoshiki im Bento-Einsatz gezeigt.

Auch im schon mehrfach erwähnten Video „How to Make Bento“ von „Cooking with Dog“ wird das Bento in ein Furoshiki eingewickelt.

Eine Übersicht über Falttechniken gibt das japanische Umweltministerium, das propagiert, für alltägliche Zwecke wieder mehr Furoshiki anstelle der Einweg-Verpackungen (Plastikbeutel…)  zu verwenden.

Es lohnt sich auch, mal nach Furoshiki zu g…eln — man findet viele Anleitungen, wie Furoshiki verarbeitet werden können. Besonders gut gefallen hat mir dieses Video eines Furoshiki-Geschäfts in Kyoto.

Angesteckt? Viel Spaß beim Falten und Knoten.

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