Zucchini-Nudeln? Gesehen in einem Bento: hier. Zartgrün, von der Form her wie Spaghetti, lagen sie in einem Bento und wurden sehr gelobt. Lecker sahen sie aus. Also hab ich mal nachgeschaut, was das ist und wie das geht …

Zucchininudeln (mit Tomatenstücken)

Zucchini-Nudeln sind ein Thema auf englischsprachigen Essens-Blogs, wohl durch eine amerikanische TV-Kochsendung. Im Prinzip sind Zucchini-Nudeln streifig geschnittene Zucchini, mit oder ohne Schale – „Spaghetti“ oder breite, flache „Bandnudeln“. Diese werden nach verschiedenen Methoden gegart: Blanchiert, gedämpft, in der Mikrowelle gegart, in Olivenöl sautiert.

Verwendet werden sie anstelle von Nudeln und entsprechend kombiniert: Zucchini-Nudeln mit Pasta-Sauce(n), Zucchini-Nudeln als Beilage in Italia-Rezepten, Zucchini-Nudeln pur mit Olivenöl und Parmesan.

Auch wenn auf den englischsprachigen Seiten diätische  Hintergedanken eine Rolle spielen, die ich nicht teile – die Zucchini-Nudeln sahen immer sehr, sehr lecker aus. Und: Zucchini sind gut und preiswert im Handel verfügbar, manch Gartenbesitzer weiß zeitweise nicht, wohin mit seinen vielen, liebevoll gezogenen und nun den Kühlschrank flutenden Zucchini, manche Köchin/Koch weiß nicht mehr, was man nun noch aus Zucchini bereiten könnte. Es gibt ausreichend Gründe, da mal etwas nachzukochen.

Meiner Meinung nach geben sautierte Zucchini den meisten Geschmack, daher habe ich mich für diese  Methode entschieden.

Rezept: Zucchini-Nudeln, sautiert
(für 2 Portionen als Beilage, Abkürzungen hier)

2 mittlere Zucchini
2 TL Olivenöl (oder anderes, neutrales Öl)
1 Zehe Knoblauch, gepreßt oder fein gewürfelt
Salz, evtl. Pfeffer

Zucchini quer halbieren (halbe Länge). Je nach gewünschter Optik schälen oder Schale daran lassen.

Nun die Zucchinihälften der Länge nach in Julienne oder breite Streifen schneiden. Immer rund um den Zucchini arbeiten, der weiche, samenhaltige Kern ist für dieses Gericht nicht verwendbar und bleibt übrig.

Für „Bandnudeln“: Mit einem Sparschäler oder Gemüsehobel flache Scheiben schneiden. Diese je nachdem, wie breit die „Nudeln“ werden sollen, eventuell ein oder zweimal mit dem Messer längs teilen.

Für „Spaghetti“: Am besten einen Julienne-Schneider oder  Gemüsehobel verwenden. Zestenreißer sollen auch verwendbar sein. Sind diese Geräte nicht vorhanden,  dann mit einem Sparschäler erst Streifen schneiden und diese dann längs mit dem Messer in schmale Streifen schneiden.

Eine große Pfanne oder den Wok erhitzen und das Öl hineingeben. [edit] Gearbeitet wird auf mittlerer  Hitze (bei mir Stufe 2 von 3). Gearbeitet wird auf mittlerer bis hoher Hitze (bei mir Stufe 2,5 von 3). [/edit] Knoblauch dazugeben, durchrühren. Zucchinistreifen dazugeben, Salz/Pfeffer dazu und unter Rühren ca. 3 – 4  min. braten. Sie sollen nicht bräunen. Sie sind fertig, wenn sie ihre Farbe zu einem helleren Grün hin verändern. Das geht ziemlich schnell. Nicht zu weich kochen!

Nun können die „Nudeln“ anstelle von Pasta nach Gutdünken weiterverarbeitet werden.

So habe ich meine Zucchini-Nudeln gemacht:

Nach 2 min. Garzeit habe ich eine Handvoll in Scheiben geschnittene Datteltomaten dazugetan und noch 2 min unter Rühren fertiggebraten.  Dann wurde nur noch Parmesan darübergehobelt.

Viel Spaß beim Nachkochen!