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Seit Tagen haben wir naßkaltes Herbstwetter – brrrrh. Der Himmel ist bleigrau und es wird gar nicht so richtig hell. Auch im Büro ist es nicht besonders warm. Man kommt aus dem Frösteln gar nicht so richtig heraus. Jetzt ein heißes Süppchen zum Aufwärmen – das wär’s!

Foto: Miso-Suppe mit Chinakohl

Die handelsüblichen Tütensuppen (egal, ob nach europäischen Rezept oder japanische Instant-Miso-Suppe) sind voller synthetischer Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker und und und … Mogelpackungen mit bunten Bildern und ungesundem Inhalt. Da habe ich mich an eine Anleitung bei JustBento erinnert, wie man sich seine Instant-Miso-Suppe selbst machen und in der Arbeit dann einfach aufbrühen kann. Ein Wasserkocher, Löffel und Tassen sind ja meistens verfügbar.

Miso-Suppe wollte ich schon immer mal ausprobieren … und prompt habe ich beim ersten Versuch einen Flop gelandet. Auf den Fotos: klare, appetitliche Suppen – in meiner Suppenschüssel: braun-flockige, trübe Brühe von merkwürdigem Geschmack. Das sollte die berühmte Miso-Suppe sein? Das japanische Nationalgericht? Inzwischen bin ich schlauer.

  • Miso-Suppe ist nicht klar, sondern naturtrüb. Das Miso trennt sich  in kürzester Zeit von der Brühe und sinkt in Flöckchen nach unten. Das ist normal – also bitte umrühren.
  • Es gibt verschiedene Sorten Miso-Paste. Mehr dazu hier, auf der Begriffe-Seite. Für erste Versuche mit Miso-Suppe ist  helles Miso die richtige Wahl.
  • Miso darf nicht kochen (zerstört den Geschmack).


Instant-Miso-Suppe – so geht’s:


1 – 2 TL Miso-Paste (hell oder gemischt)

Bei salzigen Ingredentien weniger Miso-Paste benutzen.

1 TL Instant-Gemüsebrühe oder 1 Msp.  Dashi-Pulver (beides optional)

Gemüsebrühe ersetzt die Dashi-Brühe der originalen Miso-Suppe. Wer den Geschmack von Dashi mag, kann eine Messerspitze Dashi-Pulver nehmen. Im Bioladen oder Reformhaus gibt es Instant-Brühe ohne Chemie.

Miso-Paste und Brühpulver auf ein Stück Frischhaltefolie geben und zu einem Ball zusammendrehen. Am besten gleich mehrere Portionen vorbereiten und in einer Dose im Kühlschrank aufbewahren.

Foto: Zutaten für Miso-Ball

Suppeneinlagen nach Wahl (einzeln oder kombiniert):

  • Chinakohl oder zarter Wirsing in Streifen
  • Salatstreifen (Romana, Eisberg, … was ihr wollt)
  • Zucchini-Raspel
  • Paprikastreifen (feingeraspelt)
  • Lachzwiebelringe
  • Schnittlauchröllchen
  • Petersilie gehackt
  • Peperoniringe (in Maßen!)
  • junge Spinatblätter (Babyspinat)
  • feine Möhrenraspel
  • Tofustreifen
  • Feingemüse (Mais, zarte Erbsen etc. – blanchiert oder aus der Dose)
  • Champignon oder Shiitake, feine Scheiben [edit] oder Enoki [/edit]
  • diverse Algen (Wakame, Nori geschnitten) – nur 1 TL Miso
  • Furikake – nur 1 TL Miso

Die zwei letzteren ohne Gewähr, das habe ich nicht ausprobiert, wurde aber auf JustBento empfohlen – bitte selbst testen.

Der Miso-Ball und die Suppeneinlage können in der Bento-Box gut transportiert werden.

Foto: Miso-Ball und Suppeneinlage

Zubereitung:

Zutaten in eine große Tasse (Haferl, Pott) oder Suppenschale geben und mit einem Schluck kochendem Wasser überbrühen. Alles  gut verrühren, mit kochendem Wasser auffüllen und für ein paar Minuten ziehen lassen (möglichst zudecken). Umrühren, fertig.

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