Sellerie habe ich nie gemocht. Früher, zu Kinderzeiten,  gab’s den ohnehin nur als Knollengemüse – in der Suppe oder gekocht in Scheiben mit öliger Essigmarinade als Salat. Ich fand den Geschmack einfach nur grausig.

Mittlerweile sieht das anders aus. Ich bin immer mal wieder über Rezepte für Stangensellerie gestolpert mit Fotos daneben, die zum Ausprobieren einluden. Und dann hab ich eben mal probiert. Am Anfang, naja … Aber einen zweiten oder dritten Versuch bekommt bei mir jede neue Speise. So habe ich mich langsam an den Geschmack herangetastet. Das war übrigens ähnlich mit Oliven, Fenchelknollen und Couscous, die sind heute von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Aber mehr als 2 – 3 Stangen Sellerie und das zarte Innere, mehr habe ich nie wirklich gebraucht. Der Rest wurde verschenkt, blanchiert eingefroren – Hauptsache weg damit. Das hat sich im letzten Jahr geändert. Als Rohkost pur mag ich Stangensellerie nach wie vor nur in Maßen, aber gebraten, hmmm, da finde  ich ihn inzwischen richtig lecker. Aber dazu ein anderes mal.

Heute möchte ich Euch mal Sellerie-Pickles mit Chili vorstellen – eigentlich eher einen Salat als Pickles. Der Sellerie ist roh, schmeckt aber durch das Einlegen nicht so streng nach Sellerie. Das Rezept habe ich auf JustBento gefunden. Es ist simpel und ohne großen Aufwand angemacht.

Sellerie-Salat/-Pickles

Rezept:

(4 Portionen, Abkürzungen hier)

Gemüse:
4 Stangen Staudensellerie
Gemüse putzen (Enden abschneiden, Fäden abziehen) und dann in Julienne schneiden (etwas dicker als Streichhölzer).
1 milder, roter Chili
Chili putzen (Kerne und Stege entfernen) und in dünne Ringe oder Streifen schneiden.
Marinade:
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Sake
  • 1 TL Mirin
  • 1/4 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 3 EL Reisessig

Zutaten für die Marinade in einem kleinen Topf unter Rühren aufkochen lassen, damit sich Salz und Zucker lösen und der Alkohol verdamft. Abkühlen lassen.

Außerdem:
etwas dunkles Sesamöl (aus geröstetem Sesam)

Alle Zutaten in einen Plastikbeutel mit Reißverschluß o. ä. packen, durch Aufrollen die Luft herausdrücken und verschließen. Dann den Beutel vorsichtig mit den Händen massieren. Dabei nicht zu intensiv kneten, das Gemüse ist zart. Es soll nur leicht mürb werden, aber noch knackig bleiben. Nun für mindestens 3 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen, besser über Nacht. Dazu mit einem Teller o. ä. beschweren.

Zum Servieren mit etwas Marinade begießen und mit ein wenig Sesamöl beträufeln. Schmeckt kalt am besten.

Ich mache immer nur die Hälfte, 4 Stangen Sellerie ergeben doch eine ziemlich große Menge Stifte. Der Sellerie schmeckt gut als Beilage zu heißem Reis,  eignet sich aber auch sehr gut für’s Bento. Im Einsatz im Bento seht Ihr in hier.

Marinade: