Reiskocher Cartoon

ER ist mein neuer Helfer in der Küche. ER ist Japaner und im Hauptberuf Reiskocher – elektrischer Reiskocher ;-) und eine großartige Unterstützung für Berufstätige oder anderweitig Gestresste und Eilige, für Studenten und andere Leute ohne richtige Küche. ER ist meine neue, große Liebe.

Die Sache mit dem Reiskocher hat – entgegen meiner Gewohnheiten – schon eine ziemlich lange Historie. Erst wollte ich keinen, dann habe ich ewig gezögert (brauch ich einen, wenn ja welchen), dann war die Beschaffung schwerer als gedacht und nun bin ich stolzer Besitzer eines Micom-Reiskochers (das ist einer mit verschiedenen Programmen und integriertem Slow-Cooker). Ich bin so angenehm überrascht von meinem Reiskocher, denn er kann deutlich mehr als Reis kochen. Er löst vor allem ein paar langjährige, nervige Themen mit der Kocherei.

Die Geschichte dazu ist etwas „länglich“ – aber ich fang mal damit an. Ich glaube, das Thema Reiskocher schwirrt auch dem/der Einen oder  Anderen im Kopf herum. Und vielleicht kann ich dazu beitragen, Euren Entscheidungsprozess abzukürzen – denn ich habe bisher nur eines bereut: Ich habe den Reiskocher Jahre zu spät für mich entdeckt/gekauft.

Also:

Irgendwann vor Jahren, noch bevor die Bento-Mania begann, las ich es: Reiskocher …  Häh? Reiskocher? Wieder so ein Teil, das für viel Geld doch exakt einem Zweck dient? Das selten oder nie benutzt wird und nur den knappen Platz in der Küche blockiert? Irgendwo in einer Hitliste „Am wenigsten genutzte Küchengeräte“ stand auch er, der Reiskocher. Genau.  Das bisschen Reis, das wir essen, das kann ich mal gerade noch im Topf kochen. Thema erledigt.

Haushaltsgeräte gibt es ohne Ende, die Industrie lässt sich Jahr für Jahr etwas
Neues einfallen und vermittelt uns, wie dringend wir diese Geräte brauchen.
Eine netten Artikel dazu findet ihr hier bei NTV. Na? Erwischt?

Raclette, Pizza-Dom, Elektromesser, Brotbackautomat, Crepe-Platte, Entsafter, riesige Dampfgarer … erst glauben wir, dass es ohne wirklich nicht geht, aber kaum ist die erste Begeisterung vorbei, landen sie im Abstellraum. Diese Sorte Anschaffungen erspare ich mir seit Jahren konsequent. Und ich spare mir damit auch viel Geld (vom Platz mal ganz abgesehen).

Das Thema Reiskocher wurde erst vor ca. zwei Jahren wieder aktuell. Beim Stöbern in den Bento- und Koch-Blogs stieß ich immer wieder darauf.  Durch die Bento-Packerei wird jetzt zwar deutlich mehr Reis bei uns verzehrt. Aber ich koche eine größere Portion und friere den Rest ein. Bei Bedarf nehme ich ein Päckchen und belebe es binnen 3 min in der Mikrowelle. Das war kein Argument für einen Reiskocher.

Aaaber: In der Zwischenzeit haben ein paar andere, nervige Themen nach einer
Lösung verlangt.

  1. Ich muss ziemlich oft selbst für mein Mittagessen sorgen, nicht nur wenn ich zu Hause arbeite,  sondern auch wenn ich vor Ort beim Kunden keine Kantine nutzen kann (weil es keine gibt oder auch, weil von Externen häufig der doppelte Preis verlangt wird und dann löhnt man mehr als 10 € für Kantinenfraß) oder oder … Jedenfalls habe ich die tägliche Kocherei oft genug als Pflicht, nicht als Hobby und das oft spät abends.
  2. Ich arbeite öfter mal zu Hause – da koche ich (Reis und anderes) doch  leicht nebenher … und verbringe zuviel Zeit mit meiner Lieblingsbeschäftigung Kochen anstatt mit der Arbeit
  3. Beim Programmieren (ich arbeite freiberuflich als Software-Entwickler) versenkt man sich gedanklich zeitweise ziemlich tief in die Arbeit. Zwischendurch schnell mal Essen aufsetzen – wieder an den Rechner, nur kurz … Ihr wißt was dann kommt?😯 Irgendwann riecht man, dass da noch etwas war … und dann folgen stundenlange Entnebelungsaktionen, bergmännische Arbeit (Kruste aus dem teuren Edelstahltopf entfernen). Das ist sehr ärgerlich und auch gefährlich.
  4. In sommerlichen Hitzperioden mag ich die Wohnung nicht durch Kochen oder Backen noch weiter aufheizen. Dann werden aus angenehmen 26 °C schnell 29 °C und mehr. Immer nur kalt essen oder tagelang Couscous – da fragte ich mich schon öfter, wie das wohl die Leute in den heißen Regionen dieser Welt machen und fand nur die eine oder andere gute Alternative zum Herd, aber _die_ Lösung war das nicht.
  5. Ich koche sehr gern, mag aber nicht sooo viel Zeit am Herd verbringen. Besonders Schmorgerichte (Braten undCo.)  –  aber auch Chillis, Hülsenfrüchte, Kraut – benötigen einfach Zeit langsam vor sich hinzuschmurgeln und sie benötigen Aufsicht. Ich kann sie nur am Wochenende machen und muss dann meine knappe Zeit in der Küche verbringen. Keinesfalls darf ich mich dann zwischendurch an den Rechner verdrücken, auch nicht zum Bloggen (sonst siehe 3) und ich muss in der Wohnung bleiben, obwohl ich lieber draußen wäre … oder ich lass das aufwändige Kochen weg und mach dann Abends  etwas Schnelles. Kompromisse, die ich gern vermeiden würde.
  6. Beim Kochen entsteht sooo viel Abwasch. Auch, wenn Mann und Spülmaschine fleißig helfen– diese vielen dreckigen Töpfe und Pfannen …  ich brauch die nicht🙄

Die Lösung für all das ist tatsächlich mein Reiskocher. Und hier ist er:  Sanyo ECJ-FS50EU (5 Messbecher = 1.5 l).

Mein Sanyo-ReiskocherIm nächsten Artikel stelle ich ihn Euch dann etwas genauer vor – also bleibt neugierig. Aber erwartet bitte keinen Produktbericht a la Ciao/Dooyoo.