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Diese Bratnudeln sind schnell und einfach gemacht. Warm – wie hier –  sind sie mir am liebsten, sie schmecken aber auch zimmerwarm/aufgewärmt im Bento. Es gibt viele asiatische Nudelvarianten und viele leckere Bratnudelgerichte. Dieses hier ist mit 3 mm breiten Reisnudeln gemacht, wie sie in Thailand, aber auch in Vietnam üblich sind.

Thai-BratnudelnDie Reisnudeln (roh 60 – 70 g pro Portion) werden in viel lauwarmem Wasser ca. 10 min eingeweicht. Sie sollen flexibel werden, aber nicht weich ausquellen. Da geht es nicht um ein paar Minuten hin oder her. Zu fest ist immer besser, das kann man später beim Kochen noch ausgleichen.

In der Einweichzeit wird Gemüse und Fleisch geschnippelt. Alles wird ordentlich nach Sorten getrennt auf einem Brettchen oder auf Tellern bereitgelegt. Das ist wichtig, denn beim Braten muss es dann fix gehen.

Beim Gemüse kann man fröhlich in’s Gemüsefach greifen – erlaubt ist, was schmeckt. Wichtig sind Zwiebeln (längs in Streifen, ca. 1/2 Zwiebel pro Portion). Paprika, Karotten (hier violette), Pilze (Shitake, Chamignons) wie hier, aber auch Brokkoli- oder Blumenkohlröschen, Erbsen (grüne, geschälte oder Zuckerschoten), Kohlrabistreifen, Stangensellerie,  Zucchini (halbierte Scheiben). Mungobohnen-Sprossen sind ein Klassiker in diesen Gerichten, sie werden erst mal nur gewaschen. Farbliche Abwechslung ist immer gut. Insgesamt pro Portion eine Handvoll Gemüse, 3 Sorten sind genug.

Außerdem etwas mageres Fleisch wie Hähnchen, Pute oder mageres Schwein – pro Portion ca. 50 g in Streifen geschnitten oder 6 Shrimps. Das ist etwa eine halbe Handvoll.

Diese Mengenangaben mit „Handvoll“ klingen abenteuerlich – haben aber durchaus einen Sinn: große Personen haben große Hände (und vergleichsweise größeren Hunger). Ich hasse es, beim Kochen mit der Waage herumwerkeln zu müssen, das dauert immer viel zu lange. Gerade solche einfachen Gerichte kann man variieren, da kann nicht allzu viel schief gehen.

Außerdem wird gehackter Knoblauch (ca. 1 Zehe pro Portion) und Ingwer gebraucht (vergleichsweise etwa eine Daumenkuppe; gerieben/fein gehackt).

Aus

1TL Soja-Sauce
1 EL Austernsauce
1 EL Sake/chinesischer Reiswein
1 TL Zucker, bevorzugt brauner
3 EL Wasser

eine Würzsauce anrühren und bereitstellen.

Außerdem ein Ei bereitlegen und etwas geschnittene Lauchzwiebeln.

Nun geht es an’s Braten: Wok/tiefe Pfanne 2 – 3 min auf ziemlich heißer Kochstelle (bei mir 2.5 von 3) aufheizen und Sesamöl darin verteilen. Nun zügig das Gemüse hineinwerfen und fleißig mit einem Pfannenspachtel rühren. Zuerst kommen die Sorten hinein, die etwas länger garen, also Karotten, Paprika, Zwiebeln – die brauchen ca. 2 – 3 min Vorsprung. Dann kommt das restliche Gemüse hinein (außer Zuckerschoten und Sprossen) – rühren, rühren, rühren (30 s). Dann etwas heißer stellen und das Fleisch hineingeben – rühren, rühren, rühren.  Temperatur wieder zurückdrehen, für Knoblauch und Ingwer eine Lücke am Wok-Boden freischieben und die Gewürze dort kurz anbraten und unterrühren. Jetzt kommen die Nudeln dazu (ohne Einweichwasser) und die Würzsauce – Nudeln gut untermischen, nochmals rühren, rühren, rühren. Sind die Nudeln zu fest, etwas Wasser zugeben (3 EL) und aufkochen – eventuell wiederholen. Jetzt kommen die empfindlichen Gemüse: Sprossen, Zuckerschoten – rühren, rühren, rühren. In der Mitte des Woks Platz frei schieben und das Ei hineinschlagen (so wie es aus der Schale flutscht). Ei mit schnellen Rührbewegungen des Pfannenspachtels vermischen und zügig unter die Nudeln heben. Wok sofort von der Kochstelle nehmen und Gericht aufschöpfen.  Mit Lauchzwiebelringen bestreuen.

Fertig, Foto, Essen … Zum Aufräumen ist danach genug Zeit.

Der gesamte Garvorgang dauert nur 6 – 8 min. Also: gut vorbereiten und flinke Finger! Der Lohn sind leckere Bratnudeln.

Ich mache das gern mit vorgeschnitten einfrorenem Gemüse und Fleisch. Dann geht es zum Kochen flott (aber: rechtzeitig Auftauen).

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