Seit ich meinen Reiskocher habe, gibt es auffällig oft gefüllte Paprikaschoten😉 Ich liebe gefüllte Paprika und der Reiskocher ist mir eine verlässliche Hilfe beim Braten/Schmoren. Damit kann ich die leckeren Teile schnell mal auch während der Arbeitswoche zubereiten – entweder pur als gefüllte Minipaprika für’s Bento, mit Sauce oder gleich als komplettes Gericht mit Reis.

Gefüllte Mini-Paprika aus dem Reiskocher

Die Füllung basiert meistens auf Hackfleisch – mal mit eingeweichtem Brötchen und Ei angemacht, mal mit bis zu 30 % garem Reis oder Couscous „verlängert“, mal mild auf deutsche Art gewürzt, mal feurig scharf mit Harissa – wie es mir gerade einfällt. Auch vegetarische Füllungen können sehr lecker sein, sollten aber besonders gut gewürzt werden. Ich bereite die Füllungen schon seit Jahren ohne Rezept, man kann da (außer zu lasch würzen) eigentlich wenig falsch machen. Zum Würzen verwende ich reichlich frische Kräuter, nicht zu knapp Knoblauch (oder Zwiebel), und man darf nicht zu sehr mit Salz/Sojasauce sparen. Langer Rede kurzer Sinn: Ein Rezept biete ich Euch hier  nicht an – es gibt unendlich viele, leckere  Rezepte für  Füllungen, sucht Euch einfach eines aus…

Ein Tipp: Hackfleischfüllungen kann man fix und fertig in größerer Menge vorbereiten, einen Teil in die Paprika stopfen und den Rest portionsweise einfrieren. Dann hat man was in der Hinterhand (aka Gefrierer), wenn es werktags fix gehen muss. Da sind die Paprika wirklich in 10 min im Topf – aber man sollte rechtzeitig daran denken, die Hackfüllung aufzutauen, notfalls in einer Schüssel mit kühlem Wasser eine halbe Stunde vor Kochbeginn (warmes/heißes Wasser ist heikel wegen der Gefahr explosionsartiger Bakterienvermehrung).

In meinem kleinen Reiskocher (5.5 Messbecher) kann ich 6 – 8 Minipaprika oder 2 mittelgroße Spitzpaprika zubereiten – genug für zwei Personen. Ich bereite nur soviel zu, dass alle Paprika auf dem Boden aufliegen – ich möchte sie schmoren. Ich verwende dazu das normale Reisprogramm, man kann also jeden Reiskocher (auch die einfacheren EIN/AUS-Geräte) verwenden.

Und so geht’s…

Gefüllte Paprika aus dem Reiskocher

(2 Portionen)

  1. Stiel aus den Paprika schneiden und mit einem (Tee-) Löffel vorsichtig die weißen Stege entfernen, Paprika ab-/ausspülen und abtropfen lassen
  2. Ein Rezept Füllung eigener Wahl  zubereiten (für 2 Portionen bzw. etwa 200 g Gehacktes)
  3. Füllung mit einem Teelöffel in die Paprika stopfen
  4. Paprika und Reiskochertopf mit Öl einstreichen
  5. Paprika in den Topf geben, aus evtl. übriger Füllung kann man Bällchen/Röllchen machen und dazu tun
  6. Reiskocher schließen und starten … warten, warten … klack. Jetzt sind die Minipaprika für’s Bento fertig – sie sollten noch etwas Biss haben, aber nicht mehr knackig sein. Zur Sicherheit sollte man mal mit einem spitzen Messer hineinpieksen und kontrollieren, dass sie durchgegart sind!
  7. Wird Sauce gewünscht? Dann folgende Zutaten zwischen die Paprika geben und kurz mit einem Pfannenspachtel vermischen.
    2 TL Olivenöl
    1 TL Knoblauch, gepresst
    1 Messbecher Tomatenpüree/gehackte Tomaten aus der Dose
    Kräuter eigener Wahl
    S + P
  8. Wird Reis gewünscht? Reis aus der Gefrierreserve kann man im Dämpfeinsatz gleich mit auftauen/erhitzen. Muss der Reis gegart werden, dann kommt der jetzt gleich oben auf die Paprika
    1 – 1.5 Messbecher Reis, gründlich gewaschen
    1 – 1.5 Messbecher Wasser
    Nicht mehr rühren!
  9. Reiskocher schließen und starten … warten, warten … klack …  „Essen ist fertig“ rufen
  10. Reiskocher ausschalten, öffnen und kurz ausdampfen lassen. Auf das Auflockern des Reises verzichte ich hier bewußt. Der untere Teil des Reises hat Tomatensauce aufgesaugt, aber der meiste Reis ist schön weiß.
  11. Aufschöpfen😉
    Schön vorsichtig mit dem (Silikon-/Plastik-) Schöpflöffel nach unten nach den Paprika „fischen“ und dann den restlichen Reis drumherum auf den Teller geben.

Man sollte so ca. eine 3/4 bis 1 Stunde einplanen .

Mit dem Slow-Cook-Programm (einem Crockpot) kann man auch gefüllte Paprika zubereiten, diese sind aber mehr gekocht als gebraten und die Reiskoch-Methode bringt das deutlich leckerere Ergebnis.