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Mit Ayurveda habe ich’s ja eigentlich nicht so, aber … dieser warme Frühstücksbrei hat unseren Tisch im Sturm erobert. Morgens, beim Aufstehen liegt schon ein leckerer Duft in der Wohnung, dann muss man eigentlich nur noch mal umrühren, aufschöpfen und loslöffeln. So langsam breitet sich dann im Körper eine wohlige Wärme und Zufriedenheit aus. Mädels, vergesst kalte Hände und Füße. Der Brei ist sehr lecker und sättigend – nicht nur kurzfristig, sondern das hält bis zum Mittag an. Ade, Du berüchtigtes 11:00-Uhr-Hungerloch!

Ayurvedischer Frühstücksbrei

Ich war ja schon länger auf der Suche nach Ideen für ein leckeres, aufwandsarm herzustellendes, warmes Frühstück und habe öfter mal heimlich die Asiaten beneidet, die morgens warmen Reis oder Nudelsuppe essen. Aber: Suche ohne durchschlagenden Erfolg. Dann habe ich _ihn_ ganz unerwartet  entdeckt – in einem Wellnesshotel stand am Rande des Frühstücksbuffets ganz unbeachtet ein blassgrünes Emailltöpfchen mit Schild: Ayurvedischer Frühstücksbrei. Wie alle anderen, habe auch ich keinen Blick hineingeworfen – bis zum letzten Tag. Neugierig war ich ja schon, also habe ich dann doch noch den Deckel gelüftet. Mmmmh … roch das gut, aber … es sah gefährlich nach Haferflocken aus (und die mögen wir gar nicht). Mit einer Mini-Probierportion bin ich zum Tisch zurück – Geschmack und Geruch waren wirklich gut, aber die Konsistenz … naja, Haferflocken eben. Die mag man oder eben nicht.

Die Idee war im Kopf: Ayurvedischer Frühstücksbrei – JA, aber mit anderem Getreide, möglichst mit Reis. Wieder zu Hause, habe ich die Suchmaschinen zum Glühen gebracht. Ich wurde bei einer amerikanischen Yogalehrerin fündig, die in einem Video vorstellte, wie man so einen Brei über Nacht im SlowCooker vor sich hin garen lassen kann und morgens … na, siehe Anfang des Artikels. Diese Methode habe ich ausprobiert und nach ein paar minimalen Korrekturen klappt es prima. Ich benutze keinen SlowCooker (ich habe keinen), sondern meinen Reiskocher. Natürlich kann man den Brei auch auf der Herdplatte köcheln – aber in aller Herrgottsfrüh? Nee, oder?

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Das Rezept entspricht im Großen und Ganzen dem Original, aber ich koche nicht solch Unmengen (was wohl durch den SlowCooker bedingt war, die Dinger haben riesige Füllmengen). Die Dame hat aber dafür gleich für die ganze Woche vorgekocht und dann morgens in der Mikrowelle aufgewärmt. Das ist auch eine Option, das muss jeder für sich ausprobieren.

Alle Reiskocherbesitzer sind jetzt (wieder mal) richtig im Vorteil – egal, ob es ein simples Ein/Aus-Modell ist oder ein Micro-Super-Teuer-Modell – das funktioniert mit jedem Reiskocher.

Ayurvedischer Frühstücksbrei – über Nacht im Reiskocher

Ein paar Anmerkungen vorweg:

  • Im Rezept steht pauschal Getreide. Was Ihr da nehmt, ist Euch überlassen. Im Originalrezept war angegeben: ‚Amaranth, ebenso Gerste, Quinoa, weißer Basmati, Hirse.‘ Ich verwende eine Mischung aus Duftreis und Quinoa (3 : 1), Rundkornreis wird etwas weicher, Basmati ist mir dafür zu teuer. Ich habe auch schon weißen Reis, Naturreis und Quinoa im Verhältnis 2 : 1 : 1 verwendet, dann hat man etwas mehr Biss und eine etwas gesündere Getreidemischung.
  • Die Angaben zu den Gewürzen waren original sehr pauschal, jedoch wurde empfohlen, die Gewürzmischung in etwas größerer Menge vorzubereiten und bei Bedarf davon zu nehmen. Diesem Rat bin ich gefolgt und reiche es im Rahmen des Rezepts gleich so weiter. Die Gewürzmischung eignet sich übrigens auch für andere Süßspeisen und Gebäck. Seid mit dem Würzen erst mal etwas zurückhaltend, die im Rezept angegebene Menge ist m. E. das Maximum. Also: Alles anmischen und luftdicht verschlossen im Dunklen aufbewahren. Bei Bedarf eine Apothekerdosis gemäß Rezept entnehmen.
  • Die Mandeln/Nüsse rösten wir in einer größeren Menge in einer trockenen Pfanne hellbraun an und bewahren sie in einer verschließbaren Plastikdose auf.  Diese stellen wir morgens auf den Tisch und jeder bedient sich.
  • Das Rezept beschreibt die Zubereitung im Reiskocher (jeder Reiskocher geht, der eine Warmhaltestufe hat). Alternativ: Slow Cooker/Crockpot auf LOW. Kann man natürlich auch im Topf (evtl. Simmertopf) machen, dann aber bitte nicht stundenlang unbeaufsichtigt, sondern einmal aufkochen und auf kleiner ‚Flamme‘  ausquellen lassen (30 min ++). Für den Slow Cooker fliegt alles zusammen in den Topf, wird verrührt und der Topf über Nacht auf SLOW gestellt.
Zutaten Frühstücksbrei

für 2 Portionen, Abkürzungen hier

1 EL Ghee oder Butter
1/2 TL ayurverdische Gewürzmischung
1/2 MB (90 ml) Getreide Eurer Wahl
2 MB (360 ml) Wasser
1 Prise Salz
1 Apfel oder Pfirsich
1/4 MB Sultaninen (die goldenen!) oder Rosinen

1 EL Honig oder andere Süße; kocht nicht mit!

1 EL Mandelblättchen, Mandelstifte o. Nüsse Eurer Wahl, geröstet; zum Servieren

Ayurvedische Gewürzmischung

Achtung! Das wird nicht alles auf einmal verwendet!

1 TL Ingwer (Pulver; original nicht dabei)
1 TL Kardamom, gemahlen
1 TL Koriander, gemahlen
1 TL Nelke, gemahlen
2 TL Zimt, gemahlen
1 TL Kurkuma, gemahlen (original nicht dabei)
1/4 – 1/2 TL Muskatnuß, gerieben

Abends zwischen 19:00 und 20:00 Uhr geht es los: Reiskocher einschalten (intelligente Reiskocher: Programm Quick oder Weißer Reis). Ghee/Butter im Topf schmelzen lassen. Derweil Getreide waschen (abbrausen im Sieb reicht).  Gewürzmischung in den Topf geben, umrühren, aufschäumen lassen – Duft genießen. Getreide unterrühren, Wasser zugeben, Deckel schließen. Das soll jetzt einmal kurz aufkochen. In der Zwischenzeit Sultaninen waschen und Apfel achteln (Apfelteiler!). Sobald es im Topf kocht (5 min?), Apfel und Sultaninen dazu, durchrühren. Deckel drauf, manuell Umschalten auf Warmhalten. Das wars für den Abend.

Der Topf bleibt über Nacht auf Warmhalten stehen. So langsam durchzieht ein wunderbarer Duft die Wohnung…

Am nächsten Morgen (ca. 6:15 Uhr bei uns) wird der Honig untergerührt und aufgeschöpft. Mmmh, das duftet. Wer mag, kann noch anderes Obst darüber geben. Bananen sind sehr lecker, sollten aber nicht mitkochen (die werden unappetitlich braun). Bei den gerösteten Mandeln bedient sich jeder bei Tisch.

Ich werf das Abends in 10 min zusammen (inkl. Aufräumen).


(Ende des Beitrags)