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Schon vor Jahren hatte ich mir dieses Slow-Cooker-Gericht aus der Tex-Mex-Ecke vorgemerkt. So richtig auf den Geschmack der „Chilis“ bin ich dann zum Ende des vergangenen Winters gekommen. Chili-Gerichte und Reiskocher im Slow-Cook-Programm aka Crockpot – das ist eine geniale Kombination. Stundenlang simmern Bohnen, Fleisch und Gemüse in einer würzigen Salsa vor sich hin und vereinigen sich zu einem wunderbaren Seelenfutter. Genau richtig für nasskalte, graue Tage. Das wärmt schön durch und macht satt und rundum zufrieden. Träume von fernen Ländern inklusive 😉

Das Gemüse – hier bei uns im Hause Pflicht und reichlich vertreten – ist im Heimatland der Chilis aber eher optional. Serviert wird das Chili üblicherweise auf Reis oder eingerollt in Salatblätter oder Tortilla-Wraps. Auch pur oder abgekühlt ist es nicht zu verachten – wir haben da immer einen gewissen Schwund zu verzeichnen 😉

Huhn „Santa Fe“  aus dem Reiskocher/Slow Cooker/ Crockpot

Rezept für 4 Portionen, Abkürzungen hier

Ich koche die Menge dieses Rezepts in einem Reiskocher à 5.5 Messbecher/1.5 Liter. Er ist dann bis zur max-Marke gefüllt. Der Topf eines Reiskochers/Slow Cookers sollte immer mindestens halb bis zu dreiviertel (bzgl. max-Marke gefüllt sein, sonst kocht es zu schnell/zu stark und gelingt nicht. Es lohnt sich, dieses Gericht reichlich zu kochen – es gehört zu denen, die beim Wiederaufwärmen immer besser werden. Also macht einfach den Topf voll, dann könnt Ihr noch mal davon essen und/oder (portionsweise) einfrieren.

Vorsicht mit den Gewürzen – durch das lange gar Ziehen intensiviert sich der Geschmack. Und eine kleine, böse Chili-Schote (falsche Sorte o. Schärfe/Menge verschätzt) kann das Essen ungenießbar machen.

Serviert wird auf Reis oder im Wrap (Tortilla oder Salatblätter) – das muss separat organisiert werden, es ist nicht Bestandteil des Rezepts.

Zutaten

1 EL Öl

1 mittlere Zwiebel, gewürfelt

2 Zehen Knoblauch, gewürfelt/gepresst – gern auch mehr

500–600 g Hühnerfleisch aus der Keule oder Keule/Brust gemischt, im Stück

1/2 Dose à 400 ml gehackte Tomaten

5 EL Wasser oder noch besser Hühnerbrühe (Tomatendose ausspülen!)

1 EL Paprika- oder Tomatenmark (3-fach konzentriert, oder etwas mehr)

1 Dose à 400 ml schwarze Bohnen
(abgespült/abgetropft; Ersatz: rote Kidney-Bohnen)

1/2–1 T Maiskörner, gefroren oder 1/2–1 Dose à 400 ml

1 grüner Paprika, in mundgerechten Stücken –
besser noch die entsprechend zarteren, grünen Paprika aus dem türkischen Laden in entsprechender Menge

1/2 TL Kreuzkümmel/Cumin

Chili, frisch oder Pulver – nach Geschmack; VORSICHTIG dosieren

S + P

zum Servieren

2 Lauchzwiebeln, fein in Ringe geschnitten

1 Hand voll Koriandergrün (original) oder glatte Petersilie (wir)

4 EL Cheddar oder mittelalter Gouda, gerieben/in Streifen – optional

2 EL Sauerrahm/Joghurt – optional; hilfreich, wenn zu würzig

Slow-Cooker-Puristen topfen jetzt alles (außer dem Fleisch) ein, rühren um, legen das Fleisch oben drauf und klappen den Deckel zu. Diese Puristen verwenden auch gerne mal Zwiebel- und Knoblauchgranulat oder diverse Fertigpülverchen. Das ist jetzt nicht so meins. Ich persönlich nehme mir die 10 min. Zeit, erst das Fleisch, dann Zwiebeln, Knobi und das Paprika-/Tomatenmark im Öl anzurösten (den Bratensatz mit einem kleinen Schluck Wasser ablöschen). Der Mehraufwand lohnt sich geschmacklich. Dann geht es analog weiter (Eintopfen, Umrühren, Fleisch oben drauf, Deckel zu).

Garzeit: 3 h (Reiskocher auf Slow Cook) – 4 h (Crockpot auf High). Bitte bemüht hier die Gebrauchsanweisung Eures Geräts.

So – „Essen fertig“ rufen, Gong schlagen, Glocke läuten… Zum Servieren muss aber erst noch das Fleisch zerkleinert werden (wir hatten „im Stück“). Herausnehmen und auf einem Brettchen zerkleinern (Schneiden oder besser mit 2 Gabeln in Stücke reißen), dann zurück in den Topf geben und umrühren. Kommt mir bitte nicht auf die Idee, das Fleisch vor dem Garen zu zerstückeln – das laugt zu stark aus bzw. wird Brustfleisch pupstrocken. Aufschöpfen/Servieren. Grünzeug, Käse, Sauerrahm nach Belieben/Notwendigkeit darüber streuen.

Randnotiz: Jetzt wäre auch der optimale Zeitpunkt für den Blogger, ein Foto zu schießen 😉 Mach ich dann bestimmt beim nächsten Mal.

Aufwand: 10–15 min Arbeitszeit + Garzeit (3–4 h)

Inspiration: Closet Cooking, Skinny Taste

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