Wir nutzen den letzten Tag unseres Urlaubs, das diesjährige Münchner Japanfest im Englischen Garten zu besuchen … unsere Premiere. Nachdem ich schon Berichte aus Vorjahren gelesen hatte, war eins klar: Wir nehmen uns ein Bento mit. Nur zur Sicherheit, denn lange Schlangen am Catering sind nicht so unser Interessensschwerpunkt. Zum Glück − das war eine weise Entscheidung, die außer uns unzählige, andere Gäste genauso getroffen haben. So waren die Wiesen dann voller Picknickdecken… Und voller Cosplayer. Ein toller Tag. Aber nun zum Thema, dem Bento. An heißen Sommertagen gibt es traditionell (hi-hi) kalte Sobanudeln − genau … nicht nur in Japan, auch bei uns im Bento.

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So sieht es aus, wenige Minuten vor Abflug. Es wird wieder knallheiß, der Plan heißt ‚kalte Sobanudeln‘ − also ab mit dem Bento in die Mini-Kühltasche (von unten zusätzlich noch mit Eispacks gekühlt). Die Tasche haben wir mit einer kleinen, bunten Tischdecke und einer gut isolierten Getränkeflasche in einen kleinen Tagesrucksack verfrachtet und los gings…

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Im Bento sind eingepackt

… im jeweils großen Behälter

  • Cha-Soba (Grüntee-Sobanudeln)
  • Deko aus Edamame, Paprikablüten (roh), Gomashio/Sesamsalz

… im Beilagenbehälter

  • Hühnerfleisch (Suppenfleisch) mit noch paar Edamame
  • Paprikastreifen, roh
  • Gurkenstreifen
  • Omelettstreifen („Egg Sheet“)
  • Lauchzwiebelringe

… außerdem

  • Nudel-Dressing (Mentsuyu mit Limette, Ingwer, Knobi und Sesamöl; 50 ml pro Nase)
  • Aprikosenhälften als Dessert

Zum Essen werden die Lauchzwiebeln über die Nudeln verteilt und das Nudel-Dressing untergemischt. Dann heißt es, vorsichtig Nudeln essen. Irgendwie geht das mit Stäbchen am besten, damit kann man die herunterhängenden Gefahrenteile festhalten und „Aufzuzeln“ (bayerisch für Einsaugen).

Aufwand: 15 – 20 min. Normalerweise benutze ich flache, weite Gefäße für dieses Gericht und schichte die Beilagen oben auf. Das geht deutlich schneller, als das Einsortieren in lange, schmale Boxen. Aber für den Transport in einem kleinen Rucksack sind die langen, schmalen Behälter einfach besser geeignet.

Wie auch immer — wir hatten ein schönes, wohlschmeckendes Gericht, das wir ohne Anstehen pünktlich bei Einsetzen des Hungergefühls im Schatten eines großen Baumes verdrücken konnten. Der Mann hat aber definitiv nicht so richtig mitgekriegt, was er da verdrückt hat, so sehr haben ihn die Cosplayer fasziniert. Außer vielen tollen Cosplays gab es auch den einen oder anderen Kimono zu sehen, sogar einen echten, alten Seidenkimono, den eine alte Dame trug (Preis fünstellig!) Auch Kinder (Schüler der deutsch-japanischen Schule?) waren im Kimono da. Und auch das eine oder andere Bento wurde auf den Picknickdecken gesichtet.